Pop-up-Veranstaltung, PR

DIE INTERSERIE LEBT

Die auf Pop-up-Events spezialisierte Solitude GmbH macht zusammen mit ihrem Partner COMCO auch in Corona-Zeiten die Faszination des Motorsport erlebbar. Mit Unterstützung von infact.digital realisiert die PR- und Veranstaltungsagentur faszinierende Motorsportveranstaltung in sogenannten Themen-Immobilien. Die Motorworld Region Stuttgart wurde vom 29. Juni bis zum 11. Oktober 2020 mit dem Thema “50 Jahre Interserie“ mit Unterstützung des Porsche-Museums zum Mekka der Motorsport-Fans. Vom 8. März bis 6. Juni 2021 folgte in Stuttgart die von der BMW-Group unterstützte Sonderschau 50 Jahre BMW 3.0 CSL“ . Nun folgt die Fortführung des faszinierenden Big Bangers-Thema „Die Interserie lebt“ vom 24. Mai bis 18. Juli 2021 in der Motorworld Manufaktur Region Zürich, mit dem Support von Aston Martin.

Acht leistungsstarke Sport-Prototypen mit dem Beinamen „Big Bangers“ werden zwei Monate lang in der Motorworld Region Zürich auf rund 200 Quadratmetern zu sehen sein. Der historische Anlass ist die Erinnerung an die „Interserie“, welche 1970 als europäisches Pendant zum amerikanischen CanAm-Cup ins Leben gerufen wurde.Porsche-Fahrzeuge dominierten mit dem Typ 917 die europäische Interserie von 1970 bis 1974. Die Meisterschafts-Sieger hießen 1970 Jürgen Neuhaus (917 Coupé), 1971 bis 1973 Leo Kinunnen (917 Coupé und 917/10 Spyder) sowie 1974 Herbert Müller (917/30 Spyder). Größter Gegner waren Fahrer wie Helmut Kelleners und George Loos mit den über 800 PS starken McLaren M8F. Aber auch die Ferrari 512 mit den rund 600 PS starken Zwölfzylinder-Triebwerken gehörten in den Anfangsjahren der Interserie noch zur Spitzengruppe. „Powered by Porsche“ waren die Marken Behnke , KMW und Tecno. Lolas T 70 stellte darüber hinaus eine solide Basis für die schnelle Sportprototypen-Klasse dar. Faszinierend schöne Exoten waren der Alfa Romeo 33 und die Dreiliter-Abarth. Ein Sauber C5 war 1976 mit dem Schweizer Peter Müller erfolgreich. Überhaupt spielten fünf Schweizer Persönlichkeiten und Marken in der Interserie eine bemerkenswerte Rolle: Edi Wyss, Herbert Müller, Peter Sauber, Fredy Lienhard und Horag. Der am 3. September 1942 geborene Edi Wyss aus dem Züricher Oberland ist der Brückenschlag zwischen allen. Er kam 1968 als Mechaniker zu McLaren nach England und begleitete Denny Hulm zum Weltmeisterschaftstitel in der Formel 1. Danach zog er als „Wandermechaniker“ um die Welt, unter anderem mit Joakim Bonnier, Clay Regazzoni und Herbert Müller. Vor 50 Jahren war „The Swiss Wiz“, der Schweizer Zauberer, Jo Sifferts Rennmechaniker im CanAm-Cup und betreute dessen über 1000 PS starken Porsche 917/10. 1974 schließlich konstruierte Wyss für Peter Sauber den C4, den ersten Monocoque-Rennwagen des Schweizer Rennstalls. Danach gründete er in Zürich-Witikon seine eigene Werkstatt, mit dem Schwerpunkt auf klassische Ferrari.

Herbert Müller konnte die Interserie 1974, 1975 und 1976 gleich dreimal gewinnen. Die ersten beiden Meisterschaften auf Porsche und 1976 schließlich mit einem Sauber C5-BMW. Dem Schweizer Spitzenfahrer zu Ehren beginnt die Sonderschau am 24. Mai 2021, 40 Jahre nachdem er beim 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring tödlich verunglückte. Den 40. Todestag zelebriert sein Sohn Daniel Müller am Forellensee im Berner Oberland. Die Biografie über Herbert Müller wird im Juni im Rahmen der Ausstellung „Die Interserie lebt“ präsentiert.Die „Autobau Erlebniswelt“ in Romanshorn ist Kooperationspartner der Big-Banger-Show. Inhaber Fredy Lienhard fuhr selbst fuhr in der Interserie einen Horag CanAm. Auf Basis von F 3000-Monocoques entstanden von 1987 an einige sehr erfolgreiche Fahrzeuge mit 3,5 Liter Formel 1-Motoren. Die Gesamtwertung der europäischen Interserie haben die Schweizer Rennwagenbauer 1995, 1996 und 1997 gewonnen. Diese Fahrzeuge markieren das Spektrum der letzten Generation der Interserie-Fahrzeuge. Das Reglement ließ den Konstrukteuren ungewöhnlich viel Freiheit. Die Meisterschaft wurde letztendlich bis 2009 ausgetragen.

Für das Pop-up-Event in der Motorworld Manufaktur öffneten bedeutende Schweizer Sammler die Garagen. Aus dem Autobau kommen ein Ferrari 512 sowie ein Porsche 917. Edi Wyss stellt den McLaren M 8 zur Verfügung, den George Loos von 1971 an erfolgreich pilotierte. Aus Sammlerhand kommen eine Lola T70 sowie ein Lola Spyder und auch die berühmte Abarth-Sammlung von Engelbert Möll steuert ganz besondere Highlights bei. Erstmals sind beide 1970 gebauten Dreiliter Sportprototypen zusammen zu sehen: Die Vergaser-Version „3000 Sport Spider Prototipo“ sowie die Einspritzer-Ausführung „3000 Sport Prototipo“. Den Sauber C5-Siegerwagen von Herbert Müller wird Koni Lutziger beisteuern. Dazu Ausstellunge-Initiator Tobias Aichele: „Ich freue mich, dass unser Ausstellungskonzept in der Region Zürich so eine erfolgreiche Fortsetzung findet und freue mich, dass wir die große Bedeutung der Schweizer Persönlichkeiten und Rennställe in dieser europäischen Meisterschaft in Erinnerung rufen können.“ Der Motorsport-Enthusiast fährt fort: „Es ist mir wichtig, dass wir auch in diesen durch Corona geprägten Zeiten Motorsport im Rahmen der Möglichkeiten erlebbar machen – also in einer besonderen Themen-Immobilie, unabhängig von einer Rennstrecke oder einem Museum.“ Zur Erinnerung: Durch das über Jahre aufgebaute Netzwerk konnte die Solitude GmbH im Jahr 2020 elf der bis zu 1.200 PS starken Sport-Prototypen in einem rund 300 Quadratmeter großen Showroom der Motorworld Region Stuttgart zusammenziehen. Die „Big Bangers“ wurden dort drei Monate lang ausgestellt. Der historische Anlass war „50 Jahre Interserie“. Die auch auf die Ausrichtung von Jubiläen spezialisierte Solitude GmbH legte bei der Realisierung großen Wert auf eine historisch korrekte Zeitspanne. Deshalb begann die Show der „Big Banger“ am 28. Juni 2020 mit einem Pre-Opening für Zeitzeugen, da exakt an diesem Sonntag vor 50 Jahren das erste Rennen am Norisring ausgetragen wurde. Jürgen Neuhaus, Sieger des ersten Rennens und Gesamtsieger des ersten Meisterschaftsjahres auf Porsche 917 gehörte zu den zahlreichen Ehrengästen. Vom 29. Juni 2020 an war die Ausstellung dann öffentlich zugänglich. Das Pop-up Event endete am 11. Oktober 2020, jenem Tag, an dem 50 Jahre zuvor das letzte Interserie-Rennen des Jahres auf dem Hockenheimring ausgetragen wurde. Das Spektrum der ausgestellten Fahrzeuge  spiegelte die bedeutenden Jahre dieser PS-stärksten Rennklasse der Welt wider, in der zuletzt auch Le Mans-Fahrzeuge starteten. Das Reglement ließ den Konstrukteuren ungewöhnlich viel Freiheit. Die Leistungsspitze bilden die Porsche 917/30, die letzte Evolutionsstufe der Zwölfzylinder-Boliden mit bis zu 1.200 Turbo-PS. Das Porsche-Museum steuert den erfolgreichsten Interserie-Wagen überhaupt bei. Der Porsche 917/30-001 siegte bei sieben Interserie-Rennen in den Jahren 1973 bis 1975 - unter anderem mit Vic Elford am Steuer. Im Jahr zuvor spulte der Bolide pilotiert von Mark Donohue und George Follmer rund 5.000 Erprobungskilometer zur Entwicklung der CanAm-Rennwagen ab.

Weitere Informationen unter www.big-bangers.com

Bildnachweis in chronologischer Abfolge

Fotos: Christian Wilkens, Porsche AG, Edi Wyss, Porsche AG, Hockenheimring GmbH, Dino Eisele, Steffen Zanke, Dino Eisele, Porsche AG.