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DAS KILOMETER RENNEN IN ST. MORITZ FINDET KÜNFTIG JÄHRLICH STATT

Das Kilometer Rennen in St. Moritz ist zurückgekehrt - als Auftaktveranstaltung der nach historischem Vorbild gegründeten „Int. St. Moritzer Automobilwoche“ Am 11. und 12. September 2021 wurde auf dem Engadin Airport mit dem „Kilomètre Lancé – Alpine 1000“ eine Stück Motorsport-Geschichte wiederbelebt, nur einen Steinwurf von dem historischen Austragungsort entfernt, der sogenannten Shellstrasse. Die Solitude GmbH ist dafür Partneragentur der Int. St. Moritzer Automobilwochen AG, mit dem gemeinsamen Ziel, das Auftaktwochenende zu einem mobilen Festival auszubauen. Für die Kommunikations- und Veranstaltungsagentur aus Renningen bei Stuttgart treten dafür gleich zwei langjährige Szenen-Kenner an: Glemseck 101-Founder Jörg Litzenburger und der Solitude Rennen- und Interserie Revival-Initiator Tobias Aichele. Als Auftakt beschleunigten rund 50 Motorräder und Automobile über die klassische Distanz von 1000 Metern. Das Spektrum war enorm. Mit Startnummer 1 grollte Hermann Layher mit dem berühmten „Blitzen Benz“ aus dem Jahr 1909 von Null auf 100 in nur 27,48 Sekunden. 24,5 Liter Hubraum sorgten schon vor weit über 100 Jahren für spektakuläre Fahrleistungen. Überhaupt waren insgesamt fünf historische Rekordfahrzeuge in St. Moritz am Start. Neben dem Benz  auch der geschichtsträchtige Wisconsin Special aus dem Jahr 1922. Die Rennzigarre fuhr am 7. April 1922 unter Sig. Haugdahl in Daytona Beach mit 292 Stundenkilometern einen unvergessenen Land Speed Record – und 99 Jahre später in 30,56 Sekunden von Null auf 1000 Meter. Der Jaguar X 120 „Jabbeke“ ging im Jahr 1951 mit 277,5 Stundenkilometern in die Geschichte ein und für die beiden Abarth, den 500 Rekord Pininfarina von 1958 und der 1000 Rekord Pininfarina „La Principessa“ von 1965 sind gleich mehrere Geschwindigkeitsrekorde in den kleinen Hubraumklassen überliefert. Das Spektrum der Teilnehmer reichte schließlich über den Maserati 250 F über die ganze Bandbreite brabbelnder V8-Boliden bis zum Bugatti Divo, welcher mit 17,2 Sekunden den Rekord auf dem Engadin Airport aufstellte. Das älteste Motorrad am Start war die Zenith-JAP 680 mit dieser herrlichen Patina von 1929, dem Gründerjahr der Int. Automobilwochen AG. Den spektakulärsten Auftritt aber demonstrierte Ewan Cameron mit seiner Hagon-JAP, der extra aus England angereist war. Die Zeit des Sprintspezialisten auf 1000 Meter: 26,88 Sekunden. Kilomètre Lancé-Organisator Tobias Aichele äußert sich hochzufrieden: „Wir sind die erste Veranstaltung, bei der Automobile und Motorräder antreten, mit dem Ziel, sich gegenseitig zu begeistern. Die Rechnung ging voll auf. Künftig werden wir den Fokus beim Kilomètre Lancé noch stärker auf Rekordfahrzeuge und Aerodynamik legen, auch bei den Motorrädern.“Nach der Mittagspause folgten die Sprintrennen über die etablierte 1/8 Meile-Distanz; ausgetragen als „one against one“ nach dem bekannten KO-System. Auftakt machte die von Glemseck 101-Founder Jörg Litzenburger organisierte „Power Class“. Die Auswahl der Maschinen des „Café Racer Löwen-Sprints“ lief über die Steven Flier, den Glemseck 101 Sprint-Verantwortlichen. Die Veranstaltung im Jahr 2002 findet vom 9. bis 11. September statt. Die Vorbereitungen haben bereits begonnen. Dazu Jörg Litzenburger: „Geplant ist eine weitere Spritklasse für Elektrofahrzeuge, um in die Zukunft zu blicken. Das Zusammenspiel mit dem Paddock, einer coolen Location direkt am St. Moritzer See, wird weiter ausgebaut und durch verschiedene Maßnahmen mit der Gemeinde St. Moritz frequentiert werden; mit dem Ziel, einen der berühmtesten Wintersportplätze für drei Tage zum Treffpunkt für Classic-Biker und Petrolheads aus ganz Europa zu machen.“Die historische Automobilwoche bestand von 1929 an aus dem Kilometer Rennen auf der ersten asphaltierten Strecke im Kanton Graubünden zwischen Punt Muragi und Samedan, einem Concours d’Elegance beim Kurhaus (dem heutigen Kempinski Grand Hotel des Bains in St. Moritz Bad), einer Geschicklichkeitsfahrt, einer Sternfahrt und als Höhepunkt das Bernina Rennen. Seinerzeit gewannen Hans Stuck auf Austro Daimler (1929) und Louis Chiron auf Bugatti (1930) die Wettbewerbe.

Das Beschleunigungsrennen nach dem Vorbild von 1929 wird Kern der Veranstaltung. Dazu Jörg Litzenburger, Veranstaltungsleiter für den Bereich Motorrad: „Wir werden um den Austragungsort St. Moritz herum verschiedene Highlights anbieten, um ein unvergessenes Festival mit dem Schwerpunkt auf klassische Motorräder im schönen Engadin zu etablieren.“ Das Revival des Beschleunigungsrennens wird in drei Distanzen ausgetragen: Über die 1/8 und 1/4 –Meile als „Fahrer gegen Fahrer“-Rennen für klassische Motorräder und Automobile sowie als Demonstrationslauf über 1000 Meter für die unterschiedlichsten Fahrzeuge. „Hier werden Formel 1 gegen Hypercars und Sportwagen gegen Motorräder antreten“, gibt Aichele einen kurzen Einblick in das Spektrum der Kontrahenten. Die historische Automobilwoche bestand in den zwanziger Jahren aus dem Kilometer Rennen, einem Concours d’Elegance beim Kurhaus (dem heutigen Kempinski Grand Hotel des Bains in St. Moritz Bad), einer Geschicklichkeitsfahrt, einer Sternfahrt und als Höhepunkt das Bernina Rennen. Seinerzeit gewannen Hans Stuck auf Austro Daimler (1929) und Louis Chiron auf Bugatti (1930) die Wettbewerbe. Zum Thema Planungssicherheit in Corona-Zeiten geben sich die Veranstalter optimistisch „Wir haben mit Bernina Gran Turismo im September 2020 bewiesen, dass wir eine Veranstaltung auch mit Auflagen hervorragend umsetzen können“, betont Florian Seidl, Chef der Int. St. Moritzer Automobilwochen AG.Überhaupt schwören die Veranstalter auf die seit 2015 gewachsene Kooperation mit den Schweizer Behörden. „Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden, dem Kanton, den Tourismusämtern, der Polizei und allen Behörden klappt hervorragend!“ schwärmt Claus Müller, der schon seit 1986 Erfahrung mit Veranstaltungen im Oldtimer-Bereich hat und das Team von Seidl koordiniert.

Bildnachweis in chronologischer Abfolge

Fotos: Dino Eisele